Grönlandhund

Der Grönlandhund ist ein immer noch recht wilder und ungezähmter Hund. Auch in der jüngsten Vergangenheit hat er sich fern von menschlichen Einflüssen mit Wölfen gepaart. Daher gilt die Rasse als recht „ungeschliffen“.

Bei den Inuitvölkern wurden die Tiere oft Opfer einer strengen und unerbittlichen Auslese und dienten außerdem als Fleischreserve für schlechte Zeiten. In den Sommermonaten, als die Hunde für keine Arbeiten gebraucht wurden, wurden sie weitestgehend vernachlässigt. Dies hat sich im Wesen des Tieres gefestigt und so reagiert er nicht selten sensibel. Ein Schlittenhundeführer sollte sich darüber im Klaren sein, dass der Grönlandhund nicht die „einfachste“ Schlittenhunderasse ist. Er muss wirklich autoritär sein um mit der Rasse umgehen zu können.

Der Grönlandhund ist ein sehr kräftiger, robuster und ausdauernder Hund und die spätere Zucht seiner Rasse erfolgte in Dänemark, bei der die optischen Aspekte bis heute eher zweitrangig sind. Er ist wenig personenbezogen und eignet sich für verschiedene Arbeiten, jedoch nicht als Wachhund. Wenn er eine souveräne Führungsperson über sich hat, die ihn fordert, legt er seinen Dickkopf ab, trotzdem bleibt er dabei eigenständig wie ein Wolf. Grundsätzlich ist er den Menschen gegenüber aber aufgeschlossen.