Polarlichter

Polarlichter sind faszinierende Naturerscheinungen. Am häufigsten werden sie nachts in den Polargebieten entdeckt. Sie leuchten in den unterschiedlichsten Farben und Formen. Als Schleier, geschlossene Fläche, Fleck oder Girlande, in rot, grün oder sogar mehrfarbig.

Man nennt die Polarlichter auf der nördlichen Erdhalbkugel Nordlichter – wissenschaftlich auch Aurora borealis, das südliche Pendant dazu sind die Südlichter mit dem wissenschaftlichen Namen Aurora australis.

Wunderschöne Polarlichter über Finnisch Lappland

Die wissenschaftliche Entstehung dieses schönen Naturereignisses beginnt bei der Sonne. Durch ihre andauernde Kernfusion strahlt sie nicht nur Wärme und Licht aus, sondern auch Plasma. Dieses besteht zum Großteil aus aufgespaltenen Atomen, also Ionen und Elektronen. Das wiederholte Ausstoßen des Plasmas, also von elektrisch geladenen Teilchen, nennt man Sonnenwind.

Der Sonnenwind ist mit einer unwahrscheinlichen hohen Geschwindigkeit im Weltraum unterwegs und gelangt innerhalb von ca. 48 Stunden zur Erde. Dort werden die Teilchen vom Magnetfeld der Erde abgefangen und an den Feldlinien entlang zu den Polen gelenkt.

An den Polen stehen die Feldlinien senkrecht zur Erde und ermöglichen es den Teilchen dadurch näher an unsere Erdoberfläche heran zu kommen. So passiert es, dass sie ins Äußere unserer Atmosphäre eindringen. Durch einen Zusammenstoß mit Sauerstoff- und Stickstoffatomen in unserer Lufthülle werden diese mit zusätzlicher Energie aufgeladen. Da dieses höhere Energieniveau jedoch überflüssig und nicht vorgesehen ist, wird die Energie wieder abgegeben – und zwar in Form von Licht.

Polarlichter in SkandinavienDie Farbe der Polarlichter wird bestimmt durch die Höhe und das betroffene Atom. Sauerstoffatome in einer Höhe von 100 Kilometern ergeben grünes Licht, in 200 Kilometern ergeben sie rotes Licht. Stickstoffatome werden schwieriger vom Sonnenwind angeregt und somit ist ihr violett-blaues Licht seltener zu sehen.

Polarlichter in Finnland

Die Nordlichter werden meist ab dem nördlichen Polarkreis aus gesichtet, die Südlichter dementsprechend ab dem südlichen Polarkreis. Es gibt ca. alle 11 Jahre auch das Phänomen, dass aus den Sonnenwinden ein Sonnensturm wird und das Plasma mit einer so hohen Geschwindigkeit auf das Magnetfeld der Erde einwirkt, dass dieses die Teilchen nicht mehr ableiten kann und Polarlichter auch in den mittleren Breitengraden gesichtet werden können.

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